Steine im Wasser

FAQ

zum Thema Naturbad
Häufig gestellte Fragen

Welchen Vorteil hat chlorfreies Wasser?
Badewasser ohne Chlor oder andere chemische Zusätze ist angenehm im Geruch und reizt nicht die Binde- oder Schleimhäute (keine roten Augen mehr). Sie werden entdecken, dass das Wasser die Hautoberfläche viel angenehmer und weicher umspielt. Endlich können auch Allergiker oder empfindliche Personen das Baden im einem öffentlichen Schwimmbad genießen.

Wie haltbar ist die Folie?
Die Folie, die sich zum Bau eines Naturbades bewährt hat, ist enorm stabil, sehr widerstandsfähig und UV-beständig. Sie wird durch Fachbetriebe sorgfältig verlegt und verschweißt. Auch in Naturbädern mit mehr als einem Jahrzehnt Betriebszeiten sind bisher keine Probleme aufgetreten.

Warum ist der Strandabschnitt im Nichtschwimmerbereich mit Kies und nicht mit Sand befüllt?
Im Badeteich findet durch die Besucher eine starke Wasser- und Bodenbewegung statt. Wäre der Strandbereich mit Sand angefüllt, würde dieser im Badebetrieb ständig aufgewühlt und das Wasser wäre dadurch mulmig und trüb. Außerdem ist der Kies ein natürlicher Wasserfilter und trägt somit zur guten Wasserqualität des Badebereiches bei.

Kann man auf Kies überhaupt gut stehen und gehen?
Erwachsene laufen in der Regel nicht mehr barfuß, deshalb sind die Fußflächen auch haupt-sächlich das Gehen auf glatten Flächen gewohnt. Der Tastsinn, den man in den Handflächen und in den Fußsohlen hat, verkümmert dabei. So ist es am Anfang etwas ungewohnt auf einem runden und sich bewegenden Untergrund zu gehen und zu stehen. Wird der Tastsinn der Füße erst wieder sensibilisiert, haben Sie mit der Koordination Ihres Bewegungsablaufes keine Probleme mehr, im Gegenteil, das Gehen auf angenehm gerundeten Kieselsteinen im Wasser wirkt dann wie eine belebende Fußmassage. Kinder haben diese Anpassungsschwierigkeiten nicht, da sie im Sommer sowieso häufig barfuß laufen.

Können die Besucher des Naturbades durch Ihr Verhalten die Wasserqualität positiv beeinflussen?
Die Besucher sollten sorgsam mit dem Wasser umgehen und es nicht zusätzlich belasten. Das gründliche Duschen vor dem Bad wäscht Sonnencreme und lose Hautpartikel ab. Es ist wichtig, dass diese Bestandteile nicht unnötig ins Badewasser gelangen. Warmwasser-duschen  ermöglichen eine optimale Vorreinigung für die Badegäste. Auch der Toilettengang vor jedem Badbesuch sollte für jeden Gast zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Die dennoch ins Wasser gelangenden Substanzen aus Sonnencremes werden durch vorhandene Mikroorganismen im Wasser abgebaut. Ferner werden aufschwimmende Öle von der Oberflächenabsaugung, der Skimmer, in die Filterbecken transportiert und dort abgebaut. Der Regenerationsbereich sollte darüber hinaus in jedem Fall geschützt, d. h. nicht bespielt oder verschmutzt werden. Nur so ist ein gesundes Pflanzenwachstum gewährleistet.

Treten vermehrt Mücken in einem Naturbad auf?
Das konnte in den bisher bestehenden Naturbadanlagen, auch nach mehrjährigen Vegetationsperioden, nicht beobachtet werden. Ist das natürliche Gleichgewicht in einem Naturbad hergestellt, werden bereits Mückenlarven von ihren natürlichen Feinden vertilgt. Nach dem Angebots- und Nachfrageprinzip werden so schon die Larven und damit auch das Mückenaufkommen minimiert.

Sind Wasservögel oder Fische für ein Naturbad schädlich?
Fische und auch Enten sollten aus den Naturbadgewässern ferngehalten werden. Sie verunreinigen das Wasser durch ihre natürliche Ausscheidung und würden es somit erheblich belasten. Darüber hinaus könnten Wildenten über ihr Gefieder Fischeier aufnehmen und in den Bade- und/oder Regenerationsbereich übertragen.
Während der Badesaison bleiben Vögel aufgrund von Lärm und Bewegung auf dem Badegelände sowieso fern.

Wie funktioniert das mit den Mikroorganismen?
Die Mikroorganismen verarbeiten die im Wasser und auf dem Bodengrund vorhandenen organischen Reststoffe (z. B. abgestorbene Pflanzen, Schlamm, Hautpartikel, Sonnencremes, usw.). Sie treten mit den Algen, die sich im Regenerationsteich entwickeln, in eine Nahrungskonkurrenz und verhindern so ein ungehemmtes Algenwachstum.

Sind Mikroorganismen gesundheitsschädlich?
Mikroorganismen sind Kleinstlebewesen, die man mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann. Sie kommen in jedem natürlichen gesunden Gewässer vor. Sie besitzen nicht die Möglichkeit der Krankheitserregung für Menschen, Tiere oder Pflanzen und sind daher völlig ungefährlich.

Wie wichtig sind die Wasserpflanzen für die Wasserqualität?
Wasserpflanzen befinden sich nur im Regenerationsteich. Sie durchwurzeln den Untergrund des Teiches und lockern ihn auf. Dies wiederum unterstützt die Filterwirkung der Kiesschichten. Darüber hinaus leisten diese Pflanzen über die Photosynthese einen lebensnotwendigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Wassers.

Wie entwickelt sich  die Wassertemperatur in einem Naturbad?
Vergleicht man die Wassertemperatur eines Naturbades mit einem herkömmlichen Freibad das nicht beheizt wird, so stellt man fest, dass sich das Wasser in einem Naturbad wesentlich schneller erwärmt. Zum einen liegt es daran, dass ein Naturbad größere Flachwasserzonen besitzt (Uferzonen und Regenerationsteich), zum anderen speichert der Kies im Flachwassebereich die Sonnenwärme und gibt diese an das Wasser ab. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass bereits nach ein oder zwei Sonnentagen in den Sommermonaten eine Badetemperatur von über 20°C erreicht wird. Der ständige Wasseraustausch zwischen Bade- und Regenerationsbereich fördert die gleichmäßige Erwärmung des Wassers auch in den tiefen Stellen des Sprungbeckens.

Wie erfolgt eine Überwachung der Hygienewerte?
Die Wasserqualität von Naturbädern unterliegt strengen Anforderungen, diese  werden von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftbau e.V. (FLL) vorgegeben und durch die zuständige Gesundheitsbehörde festgelegt. Dabei sind physikalische, chemische und mikrobiologische Werte einzuhalten. Die konsequente, zum Teil tägliche Überprüfung der Parameter obliegt zum einen den ausgebildeten Schwimmmeistern im Bad, zum anderen ist das Gesundheitsamt regelmäßig vor Ort, um die Einhaltung der hygienisch-mikrobiologischen Werte zu überprüfen.
Darüber hinaus wird die Qualität des Füllwassers (Leitungswasser) jährlich durch ein unabhängiges zertifiziertes Testinstitut geprüft.

Durch diese Maßnahmen versuchen wir, die hohe und unbedenkliche Wasserqualität jederzeit sicherzustellen.
Ein Risiko kann jedoch trotzdem nicht vollkommen ausgeschlossen werden und sich je nach Verhalten der Besucher erhöhen. Die Einhaltung der Bade- und Hygieneregeln sollte daher im eigenen Interesse für jeden Gast eine Selbstverständlichkeit sein.