„Der kollegiale Austausch ist wichtig“


Seit Beginn des Schuljahres ist Harald Scheve der neue Leiter der Realschule plus in Rockenhausen, der damit die Nachfolge der ehemaligen Rektorin Olga Alve angetreten hat. Der gebürtige Dortmunder hat in seiner westfälischen Heimat Lehramt studiert, absolvierte sein Referendariat im Saarland. Es folgten Posten an der ehemaligen Realschule in Eisenberg, in der Schulleitung an der Binger Realschule, in Bad Dürkheim und der Realschule in Wörrstadt. Ein Lehrer ohne Grenzen: Auch in Calais unterrichtete Harald Scheve schon.

Nun stellt er sich als Leiter der Realschule plus in Rockenhausen einer neuen Herausforderung – und freut sich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen. „Ich möchte nicht alles vollkommen neu gestalten, sondern vielmehr an die vorher gut geleistete Arbeit anknüpfen“, erklärt Scheve. Dennoch werde es natürlich Neuerungen geben. Und vor allem eines liegt Harald Scheve am Herzen: Er möchte bald wieder mehr Schülerinnen und Schüler an seiner Schule begrüßen. „Derzeit gibt es knapp 200 Kinder an der Realschule in Rockenhausen, die Zahlen sind rückläufig“, berichtet Scheve. „Für Rockenhausen und die gesamte Verbandsgemeinde wäre es schrecklich, wenn diese Schule irgendwann schließen müsste.“

Daher möchte er die Realschule plus in Rockenhausen wieder mehr ins Gespräch bringen, Veranstaltungen und Aktionstage planen sowie anbieten – und die Grundschulen innerhalb der Verbandsgemeinde besuchen. Wie nun in Alsenz, wo er Silke Zepp, Leiterin der Nordpfalz-Grundschule, zu einem gemeinsamen Gespräch traf. Die gebürtige Alsenzerin ist seit 2000 im Schuldienst tätig, seit 2014 leitet sie die Nordpfalz-Grundschule, die derzeit 95 Schülerinnen und Schüler zählt. Nach einem kurzen sowie netten gegenseitigen Vorstellen tauschte man sich gemeinsam über unterschiedliche Lernansätze sowie Qualitätsansprüche innerhalb der Schullandschaft aus. „Die Schullandschaft hat sich verändert, sicherlich spielen da auch die Strukturreformen mit“, so Silke Zepp. Auch die tendenziell rückläufige Schülerzahl an den Schulen wurde thematisiert, die möglichen Gründe hierfür besprochen und diskutiert.

Um sich auch in größerer Runde darüber austauschen zu können, sind von Harald Scheve zukünftig turnusmäßig stattfindende Gespräche mit den Vertretern der Grundschulen, der Realschule, der IGS sowie des Gymnasiums angedacht. Ein Vorschlag, den auch Silke Zepp begrüßt:  „Ich denke, der kollegiale Austausch und die Vernetzung sind wichtig – gerade angesichts der Tatsache, dass sich die Schullandschaft stets weiterentwickelt und verändert. Wo kann man beim Übergang zur weiterführenden Schule ansetzen? Wo sind die Schnittstellen? Dabei ist es auch von großer Bedeutung, beiderseitige Erwartungen abzuklären.“ Dem stimmt Scheve zu: „Wir können mit der respektvollen Zusammenarbeit und dem kollegialen Austausch wertvolle Synergieeffekte schaffen.“