Familien der VG KitaROK loben freiwillige Lollitest-Aktion der VG Nordpfälzer Land an allen Kita-Standorten


Die Idee, ein ähnliches Testkonzept wie in den Schulen für alle Kinder vorhalten zu können und damit Risikofaktoren im Verbreiten von COVID19-Erkrankungen zu mindern, kam spätestens auf, als auch erste Kinder der VG KitaROK an Corona erkrankten.

Doch auch nach wiederholtem Anfragen beim Landesjugendamt erhielt die Verwaltung bis heute leider keine Antwort zu einer möglichen Bezuschussung.

In Zusammenarbeit mit den Standortleitungen der VG KitaROK und mit Unterstützung vom Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Herrn Michael Cullmann, organisierte die Verbandsgemeindeverwaltung in Eigenregie ein Testangebot, das speziell für Kinder machbar zu sein schien. Gesagt getan. So konnten seit April und bis Ende Mai die sogenannten Lollitests in hoher ausreichender Stückzahl für alle Kinder aus "den Notgruppen" und später aus dem "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" besorgt werden.

Das Team des zuständige Fachbereichs Soziale Infrastruktur stand hierzu in engem Kontakt mit den Kitastandorten, erfragten die wöchentlichen Stückzahlen der notwendigen Testsets und packten sie zur Abholung. Das pädagogische Fachpersonal holte die Tests in der Verwaltung ab und verteilte das freiwillige Testangebot über die Eltern an die Kinder.

Das war auch aus pädagogischer Sicht sehr wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit hatten, sich in ihrer vertrauten Umgebung zuhause an das kindgerechte Testverfahren zu gewöhnen.

Die Erfahrungen in der Pilotphase waren so gut, dass man an der Organisationsform festhalten wollte - auch, um lange Wartezeiten vor den Kitas in den Bringphasen zu vermeiden und um das Kitapersonal von den Testdurchführungen zu entlasten.

Einziger Wermutstropfen schien bei den Elternausschussvertretern die Tatsache zu sein, dass der VG Nordpfälzer Land für diese "Selbsthilfe-Initiative" bisher keine Ausgleichszahlungen vom Land angeboten wurden - in Schulen ist die zweiwöchige Testung aller Kinder hingegen glücklicherweise als notwendige Selbstverständlichkeit anerkannt, die auch vom Land RLP richtigerweise finanziert wird.

Bisher hat die VG Nordpfälzer Land, die daneben auch als Arbeitgeber allen Mitarbeitern weiterhin zwei Testangebote pro Woche macht (auch für bereits vollständig Geimpfte) alleine für die Kinder und deren Lollitests (ein Test kostet 3,55 € netto) insgesamt rund 6000.-€ in den Gesundheitsschutz der Kinder und deren Familien investiert.

Nun, mit der Senkung der Inzidenzzahlen hofft man, die kritische Phase gut gemanagt zu haben - ein Restbestand an Tests wird auch nach Mai zur Verfügung stehen, um im akuten Bedarfsfall an den Kitastandorten der VG KitaROK schnell reagieren zu können.

Auf jeden Fall hat sich die VG Nordpfälzer Land im Krisenmanagement der COVID19-Krise sehr vorbildlich zum Schutz der Kinder eingesetzt. Die Elternausschüsse waren durchweg begeistert.

Aus dem Standort Würzweiler hierzu abschließend ein paar repräsentative Elternstimmen zu den gestellten Fragen im Forum:


1. Finden Sie dieses Lollitest-Angebot aus Elternsicht gut oder nicht?

2. Wie haben Kinder auf die Lolli-Tests reagiert?

3. Wie bewerten Sie die Haltung und den Einsatz der VG Nordpfälzer Land, als Träger der VG KitaROK diese Tests für die Kita-Familien bisher freiwillig zu organisieren und zu finanzieren?

Leslie Schildhorn (VG KitaROK, Standort Würzweiler):

1.) Ich finde es toll, das es dieses Angebot gibt. Immerhin geht das Stoppen der Verbreitung uns alle etwas an, darunter auch die Kinder, die meist symptomlos bleiben und dennoch das Virus in sich tragen und damit auch übertragen.

2.) Ich habe meinen Kindern erklärt was es für ein Test ist, dann gemeinsam das Vorgehen. Keines meiner Kinder hatte Angst oder sich unwohl gefühlt. Vor allem die Große (5) hat verstanden, wieso so ein Test wichtig sein kann. Der Kleine (2) hat bei seiner Schwester zugeschaut und dann ohne Probleme selbst mitgemacht.

3.) Ich finde es Klasse, das diese Möglichkeit angeboten wird, und dann auch noch kostenlos und freiwillig. Großes Danke und Lob an dieser Stelle.

Katharina Reithler (VG KitaROK Standort Würzweiler):

Aus Elternsicht finde ich dieses Angebot gut, auch um eine gewisse Sicherheit z.B. im Umgang mit den Großeltern zu erlangen. Ich finde es aber wichtig, dass die Durchführung freiwillig ist und bleibt und die Eltern den Test zuhause durch führen können. Hätte meine Tochter (3) diesen abgelehnt, hätte ich selbstverständlich darauf verzichtet und auch keinen Druck erzeugt, da die Kinder derzeit ohnehin häufig Einschränkungen erleben. 

Meine Tochter (3) führte diesen unter Anleitung bei einer Vorlesegeschichte ohne Probleme selbst durch. Sie kennt dieses Vorgehen schon vom Zusehen, wenn mein Mann oder ich uns vor Besuchen getestet haben. 

Dieses Angebot finde ich generell eine gute Sache, auch da dies eben jeder in Anspruch nehmen kann, der möchte, und es aber trotzdem eine freiwillige Maßnahme bleibt.

Carolin Schneider (VG KitaROK Standort Würzweiler):

Hallo, ich persönlich finde den Einsatz der VG Kita Rok ganz toll. Meine beiden Kinder ( 3 und 6 ) machen auch schön mit. Beim ersten Test hatten sie etwas Angst, dass es weh tut und beim zweiten haben sie ganz gespannt geschaut, wie viele Striche kommen. Ich bin sehr dankbar dafür. 

 

Text: Claudia Manz-Knoll