Unkenbach

Unkenbach

DiDirekt an der vielbefahrenen Bundesstraße 420 zwischen Obermoschel und Callbach liegt die rund 200 Einwohner zählende Gemeinde Unkenbach. Der Ortsname soll „Bach oder Bachtal mit Schlangen“ bedeuten, ging allerdings später in 'feminies' "unka", "unke" über. Die Schlange ist aber heute noch im Wappen der Gemeinde sichtbar. Der Ort zählte zum Veldenzisch-Zweibrücker Amt Landsberg. Die Gemeinde ist über 600 Jahre alt. Sagenumwoben ist auch die Geschichte um Hunnenkönig Attila, der im Jahre 451 völlig unerwartet starb und in der Gewanne mit dem seltsamen Namen „Rotes Meer“ eine würdige Ruhestätte gefunden haben soll. Keine Beleidigung ist es deshalb, wenn die Unkenbacher ab und zu auch als „Hunnen“ benannt werden.

Unkenbach, Luftaufnahme
Luftaufnahme Unkenbach

Die Gemarkung ist 514 Hektar groß, davon werden 270 Hektar als Acker- und Grünland genutzt. Dennoch befindet sich die Landwirtschaft, wie überall in den früher vorwiegend bäuerlich strukturierten Gemeinden, weiter auf dem Rückzug. Heute sind diverse Kleinunternehmen im Ort ansässig: eine Tankbaufirma, eine KFZ-Werkstatt, eine Naturheilpraxis, eine Firma für Hausgeräteservice, eine Firma für Medienservice, eine Firma für IT-Service, ein Friseur sowie eine Landschaftsbaufirma. Im Mittelpunkt der Gemeinde steht die Kirche und das ganz alte Schulhaus, das jetzt allerdings als Wohnhaus Verwendung findet. 1907 wurde in der Schleifstraße eine neue Schule errichtet, die die Gemeinde mittlerweile zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut hat. Als anerkannte Dorferneuerungsgemeinde wurden die im Dorferneuerungskonzept festgelegten Ziele verfolgt und, soweit es die Finanzen zulassen, umgesetzt.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Unkenbach
Das Dorfgemeinschaftshaus in Unkenbach

Zudem verfügt Unkenbach über ein Feuerwehrgerätehaus. Eine Sehenswürdigkeit ist vor allem der Künstlerhof, der im ruhigen Ortskern liegt und durch dessen Gehöft der gleichnamige Unkenbach fließt. Hier finden Ausstellungen und Kunstseminare statt.

Allerdings fehlen in Unkenbach Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr“, räumt Ortsbürgermeister Frank Müller ein. Auch die Tatsache, dass es keinen ortsansässigen Landwirt mehr gäbe, bedauert er. Die medizinische Versorgung sei zudem eine Schwäche seiner Ortsgemeinde. Und auch der demografische Wandel, insbesondere im Hinblick auf die Altersstruktur, mache der Gemeinde zu schaffen. Demgegenüber bewertet der Ortsbürgermeister die gute Dorfgemeinschaft, das zum Teil sehr große ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie die reizvolle Naturlandschaft als Stärken seiner Gemeinde. Die Zukunft von Unkenbach sieht er in der Dorferneuerung beziehungsweise im Erhalt ortsbildprägender Gebäude, im sanften Tourismus und in der Verbesserung der Infrastruktur - vor allem im Bereich ÖPNV, Mobilfunk und Internet.

Die Kirche in Unkenbach
Die Kirche in der Mitte des Ortes




Ortsbürgermeister

Frank Müller
Hauptstr. 52
67823 Unkenbach

Gremien

Gremien Nordpfälzer Land