Finkenbach-Gersweiler

Finkenbach-Gersweiler

Im oberen Moscheltal liegt die Gemeinde Finkenbach-Gersweiler, die knapp 290 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Ihre Gründung ist in die Aufbauzeit des 6. bis 7. Jahrhunderts einzuordnen. Die frühesten Funde der ersten Besiedlungen gehen bis in die Zeit der Römer und Franken zurück. Auch der Bergbau muss, wie einige Hinweise ergeben, schon in römischer Zeit von Bedeutung gewesen sein.

Gersweiler wurde 1190 in einem Lehenverzeichnis Werner II. von Bolanden erstmals urkundlich genannt. Die erste urkundliche Erwähnung Finkenbachs erfolgte im Jahre 1236. Beide Dörfer waren bis 1848 selbstständig und erst unter französischer Herrschaft erfolgte der Zusammenschluss. Die Gemeinde besteht heute aus Finkenbach im Südosten und Gersweiler im Nordwesten. Baulich sind beide Orte inzwischen zusammengewachsen, sodass eine räumliche Trennung mittlerweile nicht mehr möglich wäre.

Der Dorfplatz in Finkenbach-Gersweiler
Der Dorfplatz in Finkenbach-Gersweiler

Trennung ist hier ohnehin kein Thema, ist doch gerade der Gemeinschaftssinn innerhalb der Gemeinde sehr ausgeprägt. „Finkenbach-Gersweiler ist eine liebenswerte Gemeinde, die aufgrund ihrer harmonischen Lage im Moscheltal und regem Vereinsleben vieles für die Freizeit zu bieten hat wie etwa Wandern in der Natur oder Aktivitäten in den Vereinen sowie Bastelnachmittage für Groß und Klein in regelmäßigem Rhythmus“, beschreibt Ortsbürgermeisterin Eva Schlemmer ihren Ort. „Grundsätzlich gibt es ein gutes Miteinander im Dorf, was sich auch bei diversen Festen wie etwa der jährlich am ersten Septemberwochenende stattfindenden Kerwe zeigt. Der seit 16 Jahren bestehende begehbare Adventskalender ist ebenfalls ein Indiz dafür, dass hier die Gemeinschaft gelebt wird.“ 

Die Kirche im Ort
Die Kirche im Ort
Die historischen Wandmalereien in der Kirche
Die historischen Wandmalereien in der Kirche

Und es gibt noch weitere Sehenswürdigkeiten:  Die Gemeinde verfügt über viele interessante historische Sandsteinbauten wie beispielsweise Gehöfte und die Denkmalzone Lindenstraße, die auf den Sandsteinbruch in Finkenbach hinweisen. Daneben besticht am Ortseingang das Viktoriastift mit seinem Charme die Durchreisenden. In Finkenbach gibt es zudem eine spätgotische Wehrkirche, urkundlich 1304 erwähnt,  mit historischen Wandmalereien, die den Passionszyklus aus 17 Einzelbildern zeigen und die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Und dann wäre da auch noch das Weidenabtriebsfest, das stets am letzten Samstag im Oktober in Finkenbach-Gersweiler stattfindet und Schaulustige aus nah und fern ins Nordpfälzer Land lockt.

Das Weideatriebsfest
Das Weidenabtriebsfest am letzten Samstag im Oktober in Finkenbach-Gersweiler zieht Schaulustige aus nah und fern ins Nordpfälzer Land
Das Viktoriastift
Das Viktoriastift

Für den täglichen Bedarf ist man im Ort recht gut aufgestellt. Es gibt einen Direktvermarkter von Fleisch- und Wurstwaren, Eier und Nudeln, eine Imkerei und eine Bäckerei mit angeschlossenem Lebensmittelgeschäft. Zudem sind ein Steinmetzbetrieb, eine Schlosserei, ein Werkzeugbaubetrieb, ein Felgen- und Reifenverkauf und ein Tierheilpraktiker im Ort ansässig. Das Dorfgemeinschaftshaus mit angrenzendem Sportplatz und Spielplatz, sowie die Turnhalle bieten reichlich Platz für Aktivitäten und Festivitäten im Ort. Das Feuerwehrgerätehaus ist zentral am Dorfplatz gelegen und die Feuerwehr mit einer großen Mannschaftsstärke gesegnet. Und nicht nur die Feuerwehr ist tüchtig, auch die Vereine wie Gesangverein, Feuerwehrförderverein, TuS Finkenbach-Waldgrehweiler und Bürgerverein FinGer e.V. sind mit ihren zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort.

Ortsblick FInkenbach-Gersweiler
Ortsblick über Finkenbach-Gersweiler


Finkenbach-Gersweiler in der Sendung "Hierzuland"
Stand: 23.9.2020, 18:43 Uhr, Autor/in: SWR Fernsehen


Ortsbürgermeisterin

Eva Schlemmer
Hasenberg 6
67822 Finkenbach-Gersweiler

Gremien

Gremien Nordpfälzer Land